Blizzard

Verbraucherschützer: Blizzards Schonfrist endet

 
Bild

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Blizzard eine letzte Frist eingeräumt, zu den Problemen rund um den Launch von Diablo 3 Stellung zu nehmen. Der Publisher hatte es zuletzt versäumt, wie von dem vzbv gefordert, bis zum 13. Juli 2012 eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen und dafür zu sorgen, dass entsprechende Fehler in Zukunft nicht mehr auftreten, sowie die Spieleverpackung zu überarbeiten. Nachdem Blizzard dem Bundesverband kürzlich ein inhaltlich unbekanntes Statement hat zukommen lassen, bezeichnete dieser es offensichtlich als unzureichend. Am Freitag ist Stichtag für Blizzard, bevor der vzbv den juristischen Weg in Erwägung zieht.

Der vzbv hatte den Fall Diablo 3 in den vergangenen Monaten geprüft und Activision Blizzard Mitte Juni wegen der nicht ausreichenden technischen Infrastruktur eine Abmahnung erteilt. „Wenn Spielehersteller von den Nutzern verlangen, dass ein Spiel zum Beispiel nur über einen Spieleraccount online gespielt werden kann, so ist er auch verpflichtet, entsprechend die technische Infrastruktur einschließlich ausreichender Serverkapazitäten, bereit zu halten“, lautete die damalige Begründung. Der Publisher habe es zudem versäumt, auf der Packung des Spieles ausreichend auf den Internetzwang und die Verbindung zu einem Battle.net-Account hinzuweisen.

Der vzbv will den Kaliforniern bis kommenden Freitag Zeit geben, sich entsprechend zu den Vorfällen zu äußern. „Die uns von Blizzard übersandte Antwort fanden wir unzureichend und haben eine letzte Frist zur Stellungnahme bis zum 27. Juli 2012 gesetzt. Sollte uns eine weitere Stellungnahme auch nicht überzeugen, werden wir voraussichtlich Klageauftrag erteilen, um die offenen Fragen gerichtlich klären zu lassen", zitieren die Kollegen von der PC Games den Bundesverband.


Digitalkäufer zu drei Tagen Demoversion verdammt

0 Kommentare  0
Bild

Wer Diablo 3 seit der Veröffentlichung des Patches v1.0.3 digital über das Battle.net erwirbt, zahlt gegenüber der Einzelhandelsversion im Regelfall nicht nur drauf, sondern kann in den ersten bis zu drei Tagen nicht einmal auf den vollen Umfang des Spiels zugreifen. Wie Blizzard im offiziellen Battle.net-Forum ankündigte, werden Digitalkunden in den ersten maximal 72 Stunden nach dem Kauf nur mit der sogenannten Starter Edition abgespeist. Die besitzt denselben Umfang wie die abgeschlossene Beta- und Probeversion. Das bedeutet, sie endet mit dem Sieg über den Skelettkönig und besitzt ein Level-Cap von 13.

Zusätzlich dazu müssen Spieler der Starter Edition weitere Einschnitte in Kauf nehmen: Das Matchmaking verhindert das gemeinsame Spielen mit jenen, die keine Starter Edition nutzen. Außerdem wird kein Zugriff auf das Echtgeld- oder Gold-Auktionhaus gewährt und auch das regionsübergreifende Global Play-Feature ist nicht nutzbar.

Hintergrund der Restriktionen ist die Absicherung Blizzards gegen Betrug. In den bis zu 72 Stunden, die sich der Entwickler Zeit nimmt, um die Starter Edition zur Vollversion aufzuwerten, prüft er die Belastbarkeit der Kreditkarte des Käufers. Dabei ist das Risiko für die Kalifornier vergleichsweise gering: Zum einen können Kunden der digitalen Version das Spiel aufgrund der Accountbindung nicht ohne Weiteres weiterverkaufen (außer mitsamt des Accounts), zum anderen hätte Blizzard nach Prüfung der Angaben das Recht, den Account einfach komplett zu schließen.

Update: Wie uns ein Leser mitgeteilt hat, fällt die Prüfdauer bei einem Einzugsermächtigungsverfahren offensichtlich kürzer aus. Demnach benötigte die Aufwertung zur Vollversion lediglich rund 24 Stunden.


Serverprobleme: Verbraucherzentrale mahnt Blizzard ab

 
Bild

Der Onlinezwang bei Spielen ist Verbrauchern seit Langem ein Dorn im Auge. Wenn das Spiel aufgrund dieser Tatsache nicht einmal richtig funktionieren möchte, hebt das die Diskussionen allerdings auf eine neue Ebene. So kam es, dass sich viele Käufer von 'Diablo 3' aufgrund der zunächst anhaltenden Serverprobleme (bspw. des bekannten Fehlers 37, welcher das Einloggen auf einem Server unmöglich macht) ausgenommen fühlten und lautstark gegen unzureichenden Bedingungen protestierten.

Die Proteste scheinen von der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) erhört worden zu sein. Der hat den Fall 'Diablo 3' geprüft und Activision Blizzard wegen der nicht ausreichenden technischen Infrastruktur eine Abmahnung erteilt. „Wenn Spielehersteller von den Nutzern verlangen, dass ein Spiel zum Beispiel nur über einen Spieleraccount online gespielt werden kann, so ist er auch verpflichtet, entsprechend die technische Infrastruktur einschließlich ausreichender Serverkapazitäten, bereit zu halten. Für bares Geld darf schließlich auch eine Gegenleistung, sprich ungetrübter Spielgenuss, erwartet werden“, heißt es in der Mitteilung der Verbraucherzentrale (via GamesMarkt).

Der Publisher habe es versäumt, auf der Packung des Spieles ausreichend auf den Internetzwang und die Verbindung zu einem Battle.net-Account hinzuweisen. Nun ist der Entwickler dazu verpflichtet, bis zum 13. Juli 2012 eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen und dafür zu sorgen, dass diese Fehler in Zukunft nicht mehr auftreten.

Der vzbv konnte Electronic Arts zuletzt im Mai zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung bewegen, die den Spielehersteller künftig dazu verpflichtet, seine Spieleverpackungen mit Informationen über einen erforderlichen Internetzugang und potentielle Zusatzsoftware wie Origin auszustatten. Damals hatte der vzbz der Aktion Signalwirkung konstatiert.

Wegen eines potentiellen Verstoßes gegen Handelsgesetze wurden Anfang Juni die Büros von Blizzard in Seoul, Südkorea, untersucht. Dort prüft die koreanische Handelskommission Vorwürfe, nach denen der kalifornische Entwickler gegen Handelsgesetze verstieß, weil Tausende Spieler das Launch-Event in Soul besuchten, später jedoch nicht spielen konnten und Blizzard ihnen daraufhin die Erstattung des Kaufpreises verweigerte. Der Online-Zwang in Kombination mit überfüllten Servern führte zu ausgesperrten Spielern. Seit dem Launch des Spiels am 15. Mai mussten Spieler immer wieder eine Zwangspause einlegen, weil Blizzard Wartungsarbeiten durchgeführt hatte oder die Server ausgelastet waren.


Blizzard Insider #43

 
Bild

Gestern hat Blizzard auf der offiziellen Seite von Diablo 3 einen neuen Blizzard Insider veröffentlicht. Darin geht es um das, bei der Spike Video Games Award Show veröffentlichten Intro. Solltet ihr das Video noch nicht kennen, empfehlen wir das schnellst möglich nachzuholen. Das Video findet ihr natürlich in dieser News, sowie im Blizzard Insider.

Vice President of Art and Cinematic Development Nick Carpenter und 2D Artist Director Chris Thung des Blizzard Film Departments beantworten im Insider einige Fragen zum Video und ihrer Arbeit. Hier findet ihr einen kurzen Auszug aus dem Interview:

Wie sieht der Beginn der Umsetzung der Handlung in eine Filmsequenz aus, nachdem deren Rohfassung steht?

Zitat von

Nick Carpenter

"Neben dem Erstellen eines Storyboards all unserer Ideen investieren wir auch viel Zeit in die „Animatics“, das sind 2D-Storyboards mit bewegten Bildern, die uns einen besseren Eindruck von Timing und Tempo geben. Die unterlegen wir gern mit Musik aus anderen Filmen, um uns ein besseres Gefühl für die Stimmung und Atmosphäre zu geben, auf die wir letztendlich abzielen. Da Blizzard immer größer wird, wird es auch immer wichtiger, das zu vermeiden, was wir den „Grand Reveal“ (dt.: „die große Enthüllung“) nennen. Das heißt, man verrät nichts über seine Arbeit, bis sie so gut wie fertig ist. Wenn es soweit ist, ist es allerdings viel zu spät, um noch irgendwelche guten Ideen von anderen einzuarbeiten – und davon gibt es immer jede Menge. Ein wesentlich besserer Ansatz ist deshalb, schon früh Rohfassungen des Materials zu erstellen und so vielen Teams wie möglich zu zeigen. Dafür sind Animatics hervorragend geeignet. Sie sind schnell erstellt und enthalten trotzdem schon viele der Elemente und Emotionen, die in der Endfassung dargestellt werden sollen."


Wie wird aus einer 2D-Animatic ein 3D-Film?

Zitat von

Chris Thunig

"Sobald wir mit der Animatic zufrieden sind, skizzieren wir das Ganze in 3D und unterlegen es mit Sound. Die Animatoren und Grafiker beginnen mit einfachen Skeletten und rohen Hintergründen, um den Raum zu füllen. Die erste 3D-Animatic wird häufig als „Slap Comp“ (dt.: „Rohkomposition“) bezeichnet und zeigt uns, wie in etwa sich die Filmsequenz in 3D darstellt. Die Slap Comp wird vielen Teams vorgelegt, um deren Feedback einzuholen und dann beginnt die Arbeit an der nächsten Fassung, in der wir Stück für Stück weitere Elemente einfügen. Mit dem Rendern und Ausmalen werden jetzt erste Details sichtbar und danach geht es an die Feinarbeiten, wie die Muskelbewegungen bei Gesichtsanimationen. Diese späteren Arbeitsstufen können enorm zeitaufwendig sein, weshalb das frühe Einholen von Feedback so wichtig ist. Die akribische Feinarbeit muss auf einem Fundament aufbauen, das auch tatsächlich funktioniert."


Gab es irgendwelche Ideen für die Eingangssequenz, die es nicht in die Endfassung geschafft haben?

Zitat von

Nick Carpenter

"In den ersten Versionen der Filmsequenz lag der Schwerpunkt mehr darauf, wie die Charaktere sich unterhielten, vor allem über den Ewigen Konflikt. Letztlich fanden wir es dann aber besser, die Geschichte zu zeigen, anstatt sie zu erzählen. Deshalb haben wir diesen Ansatz verworfen und die Idee entwickelt, den Ewigen Konflikt in Rückblenden zu zeigen. Wir waren von der Vorstellung begeistert, Engel aus dem Himmel herabströmen zu lassen, wie in einem diamantenen Wasserfall, der sich in ein Meer aus Dämonen ergießt. Leider hätte das aber eine Verzögerung des Spielstarts bedeutet, da es schon relativ spät im Zeitplan war und wir diese Sequenz von Grund auf neu hätten erstellen müssen. So entstand dann die Idee der 2D-Animationen. Mit ihnen konnten wir dieselbe Hintergrundgeschichte erzählen, in Form eines makabren, lebendigen Märchenbuchs, in dem die Bilder auf jeder Seite zum Leben erwachen. Wir verdanken den besonderen „Märchenbuch“-Look, für den Diablo III sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird, also dem Zeitdruck. Vor dem Hintergrund dieses Buches spielt sich die Sequenz als Rückblende ab – ohne dabei explizit darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Rückblende handelt – und es gibt dem Zuschauer das Gefühl, Zeuge von Ereignissen mit epischer, geradezu mythologischer Tragweite zu werden."

Die Tore der Hölle öffnen sich im Mai

 
Bild

Lange mussten wir warten, lange wurde spekuliert, doch nun herrscht endlich Klarheit: Blizzard hat den offiziellen Release-Termin von 'Diablo 3' bekannt gegeben. Demnach wird das lang erwartete Hack'n Slay am 15. Mai 2012 in den deutschen Verkaufsregalen vorzufinden sein.

Blizzard befinde sich gerade dabei, dem Spiel den letzten Schliff zu verpassen und ist mit der Entwicklung auf der Zielgeraden angekommen. Wer es nicht mehr erwarten kann, kann in Blizzards Online-Shop bereits am Vorverkauf teilnehmen. Sobald das Spiel dann erschienen ist, dürft ihr euch ohne Umwege in die Hölle begeben.

Wie lange haben wir auf diese Information gewartet: 'Diablo 3' wird am 15. Mai 2012 mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren für den PC erscheinen.