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Blizzard lenkt im RealID-Streit ein

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Entwickler Blizzard hat dem Druck der Community nachgegeben und wird vorerst keine reele Namenspflicht in den Foren für die Spiele 'StarCraft II' und 'World of Warcraft: Cataclysm' einführen. Die geplanten Änderungen sollten die Nickname-Anonymität aufheben und dadurch Flamewars oder auch das Trolling in den Foren unterbinden. Sowohl Datenschützer als auch vor allem die Community kritisierten den geplanten Schritt aufs Schärfste.

Möglicherweise hat neben der Kritik die “Recherchearbeit“ einiger Forennutzer zu dem Verwerfen des Systems geführt. Nachdem Community Manager “Bashiok" in einem Selbstversuch seinen realen Namen im Forum nannte, um die Gefahr fehlender Anonymität beim Real ID-System herunterzuspielen, recherchierten User nach seinen Daten und fanden mehr über ihn heraus, als ihm lieb war. Zusätzlich wurden diverse Daten von Activision-CEO Bobby Kotick veröffentlicht.

In einem offenen Brief von Blizzard-Mitbegründer und Präsident Mike Morhaime an die Community rudert der Entwickler nun zurück:

Zitat von

Mike Morhaime

„Ich möchte mit euch allen über unseren Wunsch sprechen, die Blizzard-Foren zu einem besseren Ort für Diskussionen über unsere Spiele zu machen. Wir sind kontinuierlich durch euer Feedback gegangen und haben untereinander eure Bedenken bezüglich der Nutzung realer Namen in den Foren besprochen. Wir haben zu diesem Zeitpunkt entschieden, dass es nicht nötig sein wird, reale Namen für das Verfassen von Beiträgen in den offiziellen Blizzard-Foren zu nutzen.
Es ist wichtig anzumerken, dass wir noch immer vorhaben die Foren zu verbessern. Unsere Bemühungen sind zu 100% von dem Verlangen getrieben, unsere Community-Bereiche für unsere Spieler freundlicher zu gestalten und konstruktivere Diskussionen über unsere Spiele zu ermöglichen.“

Morhaime erläutert, dass die anderen, geplanten oder bereits bestehenden Foren-Features wie das positive und negative Bewerten von Beiträgen oder das Kenntlichmachen von Beiträgen aufgrund ihrer Bewertung weiterhin verfolgt werden.


Blizzard: Kein Kommentar im RealID-Streit

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Trotz der anhaltenden Kritik der Forennutzer gegenüber der Namenspflicht in Teilen der Blizzard-Foren enthält sich der Entwickler aktuell noch jeder öffentlichen Entgegnung. „Kein Kommentar“, so lautet bislang die einzige offizielle Antwort auf die Aufruhr in den Foren. Indes werden minütlich neue Videos und Bilder hochgeladen, die in irgendeiner Art und Weise die RealID-Ankündigung aufs Korn nehmen.

In der vergangenen Nacht wurden außerdem Daten von Activision-CEO Bobby Kotick veröffentlicht, da einige Nutzer bislang unbegründet davon ausgehen, Partner Activision trage Schuld an der neuen Namenspflicht in den Entwickler-Foren. So wurden beispielsweise der Name von Koticks Frau und die seiner Kinder öffentlich gepostet.

Zu einem Satire-Video (Youtube.com)


RealID: Bashiok erstes "Datenopfer"

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Während die Diskussion um die neue Namenspflicht in den Battle.net-Foren zunehmend an Fahrt gewinnt, verdichten sich die Meldungen über das erste, prominente Opfer der Auseinandersetzung. Nachdem Community Manager Bashiok in einem Selbstversuch seinen realen Namen Micah Whipple nannte, um die Gefahr fehlender Anonymität beim RealID-System zu herunterzuspielen, recherchierten User nach seinen Daten und fanden mehr über ihn heraus, als ihm lieb war.

Innerhalb weniger Minuten waren seine exakte Adresse, Telefonnummer, sein Alter, seine Familienmitglieder und sein Facebook-Account gefunden. Außerdem seine Hobbies, seine Lieblingsfilme und -Serien sowie seine favorisierten Musikgruppen. Fortan war es kein Problem, die Schule der Kinder ausfindig zu machen oder sein Haus per Google Street View anzusehen. „Es sieht so aus, als ob er in demselben Haus wie seine Mutter wohnt“, kommentiert Gameriot.

Inzwischen soll Bashiok zum Schutze seiner Familie die Telefonnummer gesperrt und diverse weitere Maßnahmen ergriffen haben.


Blizzard will im RealID-Streit Wutfalten glätten

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Nachdem die Ankündigung der Einführung des Real ID-Konzepts gestern für eine aufgeheizte Stimmung bei den Spielern und Blizzard-Forennutzern sorgte, hat der Entwickler gegenüber Gamasutra kurzerhand verlauten lassen, dass man im Streit „definitiv auf das Feedback der Spieler hören“ werde. Angesichts der User-Transparenz und nicht gegebener Anonymität wolle Blizzard darüber hinaus „beobachten, wie Spieler den Dienst nutzen“. Schließlich sei das Konzept für beide neu.

Ein Blizzard-Sprecher betonte, dass Real ID innerhalb der Titel wie 'World of Warcraft' und 'StarCraft II' weiterhin optional bleibe. Voraussetzung für die Erstellung eines Forenposts ist jedoch die Angabe des im Battle.net registrierten, echten Namens. Hintergrund der Aufhebung der Nickname-Anonymität sind nach Blizzard-Angaben die vielen Flamewars oder auch das Trolling in den Foren.

Eine weitere Möglichkeit, sich dem Konzept hinter Real ID zu entziehen, wäre die Angabe eines falschen Namens bei der Erstellung des Battle.net-Accounts. Zum einen verstoße dies jedoch gegen die Nutzungsbedingungen, nach denen nur richtige Angaben gemacht werden dürfen, zum anderen wolle Blizzard künftig versuchen, über ungenannte Wege sicherzustellen, dass nur “legitime“ Namen angemeldet werden.