
Mit “Diablo“ habt Ihr eine Welt betreten, die nicht nur mehrere Handlungsebenen besitzt, sondern auch viele Geheimnisse in sich birgt. Wenig ist so, wie es scheint, vieles befindet sich im Wandel. Aber wollen wir vorne beginnen: Ihr betretet in “Diablo“ als Abenteurer das verschlafene Dörfchen Tristram in der riesigen Welt von Sanktuario. In dem kleinen, heruntergekommenen Nest wird ein epischer Kampf weitergeführt, der schon immer existierte – seit Entstehung der Welt. Dort weiß nur (fast) keiner so wirklich etwas davon. Aber fangen wir wirklich ganz vorne an: Die Mächte der Finsternis und die des Lichts bekämpfen sich schon immer in dem sogenannten “Großen Konflikt“.

Damit fing die Erfolgsgeschichte an. Diablo revolutionierte das RPG-Genre.
Noch nie konnte eine der beiden Seiten einen wirklichen Sieg davontragen und trotz unzähliger Schlachten, geht der Krieg immer weiter. Alles ändert sich, als plötzlich die Menschen auf der Welt erscheinen. Schnell war den Mächten klar, dass sie das Schicksal und den Ausgang des Konflikts mit sich bringen. Die Frage ist nur, wem verhelfen sie zum Sieg? Seit der Verlagerung der Auseinandersetzung auf die Welt der Menschen wird der Konflikt auch als “Der Krieg der Sünde“ bezeichnet.
Aber wer führt die Heere der beiden Mächte an, wer kämpft? Während für den Himmel vorwiegend Erzengel Tyrael in Erscheinung tritt, herrscht in der Unterwelt Unruhe: Hier leben drei Wesen, die sogenannten “Drei Brüder“, die die Hölle regieren. Vier weitere, die sogenannten “Vier Niederen“, unterstehen ihnen. Die Brüder heißen Mephisto (Herr des Hasses), Baal (Herr der Zerstörung) und Diablo (Herr des Schreckens). Ihnen sollen die Vier Niederen Dämonen Duriel (Herr des Schmerzes), Andariel (Tochter der Qual), Belial (Herr der Lügen) und Azmodan (Herr der Sünde) dienen.

Diablo 2 bietet nicht nur eine hervorragende Geschichte, sondern auch einen der beliebtesten Multiplayer.
Da bislang keine Entscheidung im “Großen Konflikt“ herbeizuführen war, entschieden sich die drei Brüder mit dem Erscheinen der sterblichen Menschen für eine neue Art der Kriegsführung: Sie wollten ihre Seelen kontrollieren und sie für ihre Zwecke einzusetzen. Was sich nach einer guten Idee anhört, wurde von den Vier Niederen allerdings falsch verstanden. Sie glaubten vielmehr, die Drei Brüder seien schwach geworden. Mutig angeführt durch Azmodan und Belial wollten sie die großen Buben vom Thron stoßen, um ihren Platz einzunehmen und die Menschen endgültig vom Erdboden zu tilgen. Nach langen Kämpfen siegten sie schließlich und verbannten die Brüder mit ihren loyalsten Anhängern in das Reich der Sterblichen – genannt das “Dunkle Exil“.
Das Dunkle Exil
Die Menschen hatten keine Chance gegen die Drei Brüder, die überall auf ihren Wegen im Fernen Osten Chaos, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit verbreiteten. Doch Hilfe nahte: Tyrael, der Erzengel, erbarmte sich der Menschen und leitete die Gründung des mächtigen Ordens der Horadrim ein. Dessen Ziel war es fortan, die Drei Brüder mithilfe der überirdisch-mächtigen Seelensteine einzufangen. Einmal darin gefesselt, würden sie ihrer Kraft beraubt sein und kein Unheil mehr anrichten können - so zumindest der gundlegende Plan.
Aber grundlegende Pläne haben die Eigenart, oft daneben zu gehen: Während Mephisto und Baal bereits in Seelensteinen gefangen und in einer Wüste unter Sand begraben im Osten des Reichs lagen, bereitete Diablo noch immer große Probleme. Schließlich gelang es Jered Cain, den Herrn des Schreckens unschädlich zu machen und den Stein mit ihm darin in einer Höhle in dem Land Khanduras tief unter die Erde zu bringen.
Zur Bewachung des verfluchten Seelensteins bauten die Horadrim über diese Höhle ein Kloster. So sollte er stets im Auge bleiben und ewig beobachtet werden.

Die Herrin der Schmerzen
Wir nähern uns der Gegenwart
Dies alles ist lange Jahre her und weitestgehend vergessen. Eines Tages kam Lord Leoric aus dem Norden in das Land Khanduras und setzte sich selbst prompt die Krone des Territoriums auf sein Haupt. Er und sein Berater/Erzbischof Lazarus kamen in Tristram vorbei und suchten sich eben jenes Kloster oberhalb des Katakomben-Systems, in dem der Seelenstein Diablos lag, als Residenz aus. Sie hätten es wahrlich nicht schlechter treffen können. Doch wussten sie nicht um das dunkle Geheimnis unter ihrer neuen Residenz.
Ein Traum war es, der das nächste Kapitel des “Großen Konflikts“ schließlich einläuten sollte – ein wahrer Alptraum. Diablo befahl dem inzwischen willenlosen Erzbischof im Schlaf, ihn aus seinem Gefängnis zu befreien. Der Erzbischof tat, wie ihm gesagt wurde und entließ Diablo aus dem Seelenstein. Um Einfluss ausüben zu können, benötigte Diablo jedoch einen Menschen, den er als Wirt nutzen konnte. Er suchte und fand den neuen König Leoric höchst persönlich.
Nach außen sah es folgend so aus, als sei dieser dem Wahnsinn zum Opfer gefallen. Während er verrückt wurde, verging sein Land wie eine Blume im Winter.

Diablo 3 erzählt die Geschichte weiter.
Da Diablo den König in seinem noch geschwächten Zustand aber nie ganz kontrollieren konnte, übernahm der Herr des Schreckens dessen einzigen Sohn Albrecht, dener ganz und gar seinem Willen unterwarf. Diablo ließ Leoric geisteskrank zurück, bis Lachdanan, Hauptmann des Lichtordens, seinem kranken Leben schließlich ein Ende bereitete. Bis dahin hatte Leoric aufgrund seines geistigen Zustands dem Königreich Westmarch den Krieg erklärt, woraufhin der Großteil des Hofgefolges und auch der Soldaten im Land dahingerafft waren.
Weitere Menschen verloren Ihr Leben, als Lazarus die Bewohner Tristrams auf die Suche nach dem vermeintlich vermissten Albrecht und damit in eine Falle schickte. Tristram und das Land Khanduras waren nur noch Schatten ihrer selbst. Diablo befand sich wieder im Aufwind und das Böse wurde allgegenwärtig.

Hier haben wir den Barbaren, wie er einen Kriegsschrei ausstößt - umliegende Gegner werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen.
Auftritt Wir
Endlich! Wurde ja auch mal Zeit, dass dem wilden Treiben an dieser Stelle ein Ende bereitet wird. Wir als mutiger, doch namenloser Held folgten dem Ruf nach großen Taten und kommen schließlich in das kleine, inzwischen verwitterte Dorf Tritsram. Hier beginnen nun unsere Abenteuer. Wir sprechen mit den Bewohnern und sie bieten uns neben vielen Aufgaben auch Handel, Reparatur der Ausrüstung und viel löchriges Wissen an.
Deckard Cain, der Dorfälteste und Nachfahre des legendären Jered Cain, identifiziert sogar mächtige Gegenstände für uns. Ein ums andere Mal gehen wir gen Kathedrale und kommen wieder zurück. Mal finden wir etwas neues heraus, mal müssen wir vor übermächtigen Gegnern fliehen und neue Heiltränke kaufen. Auf unseren Abenteuern steigen wir im Laufe der Zeit tiefer und tiefer in das Labyrinth ein, bekämpfen Untote, Tiere und Dämonen sowie Personen wie den Butcher oder den Erzbischof Lazarus persönlich. Wir erfahren mehr über die Geschichte der Kathedrale und wachsen schließlich an unseren Aufgaben, unserer neu gewonnen Erfahrung und unserer Ausrüstung.

Ein bodenloser Abgrund und ein Haufen mies gelaunter Dämonen. Bestes Diablo-Wetter!
Langsam aber sicher naht der Tag, an dem uns die Monster nur noch wenig zusetzen können und wir wissen, dass wir kurz davor stehen, Diablo, dem Herrn des Schreckens, gegenüberzutreten. Als es soweit ist, entbrennt ein spektakulärer Kampf um das Schicksal der Menschheit, in dem wir nur knapp die Oberhand behalten und Diablo schließlich wutentbrannt brüllend in den Seelenstein verbannen.
Die Geißel der Welt ist beseitigt, aber nicht aus der Welt. Denn was niemand der Bewohner ahnt: Unser mutiger Krieger hat sich den Seelenstein in die eigene Stirn gerammt, um Diablo Einhalt zu gebieten. Darauf bleibt er im Dorf, zeigt sich zwar nett und herzlich den Bewohnern gegenüber, wird aber immer abgestumpfter, niedergeschlagener und fängt eines Tages an, in komischen Sprachen zu reden.
Bald macht er sich schließlich auf die Reise nach Osten.
In der Erweiterung “Hellfire“ kamen der Hive (Nest) und die Crypt hinzu und die Handlung drehte sich um die Bosse Defiler und Na-Krul, der durch einen Dämonenbeschwörer in die Welt der Menschen kam. Die Handlung kann jedoch vernachlässigt werden.
Die doppelte Rückkehr
Der Sieg war nur von kurzer Dauer und das komische Verhalten des tapferen Kriegers hatte einen guten Grund: Diablo bemächtigte sich der Seele des Helden.
Langsam, aber sicher - wie Wasser einen Stein aushöhlt - nahm der Herr des Schreckens die Seele unseres furchtlosen Helden in Beschlag – und siegte bald gänzlich. Diablo hatte wieder an Macht gewonnen und verbündete sich im Osten mit seinen Geschwistern. Nun wollen sie die Menschen nicht mehr benutzen, sondern vielmehr auslöschen
Kein Wunder, dass die Drei Brüder nicht wenig Unruhe stiften und überall in Sanktuario böse Geschöpfe gesichtet werden, die Dörfer abschlachten und den Menschen grausam zusetzen. Wo die Welt wieder einen Helden braucht, kommen wir ins Spiel.

Für Viele wirkt der bunte Comic-Stil bei Diablo 3 etwas fehl am Platz.
Wir beginnen im ersten Akt bei dem Orden der Jägerinnen, die aus ihrem Kloster vertrieben wurden und nur noch ein kleines Widerstandsnest besitzen. Örtlich befinden wir uns keinesfalls in der Nähe des zerstörten Tristrams, doch gelangen wir über ein Portal noch einmal dorthin. Dämonen haben inzwischen die letzten Bewohner des Dorfes heimgesucht, ihre Seelen in Besitz genommen und sie zu willenlosen Skalven gemacht, als wir versuchen, unseren alten Freund Deckard Cain aus den Klauen des Bösen zu befreien.
Nachdem uns die Rettung gelungen ist, steht er uns wieder hilfreich zur Seite. Um die Jägerinnen zu unterstützen, sollen wir unter anderem den sogenannten Horadrim-Malus beschaffen, ein sehr wichtiges Relikt mit magischen Kräften. Also kämpfen wir uns bis in das Kloster der Jägerinnen vor und steigen dort in die Gewölbe, wo wir ihn schließlich finden und von der Schmiedin Charsi belohnt werden. Auf einer tieferen Eben finden wir aber etwas viel mächtigeres: Unseren ersten, wirklich hartnäckigen Feind. Andariel, die Tochter der Qual und eine der Vier Niederen, steht vor uns. In einem kräftezehrenden Kampf besiegen wir sie und gelangen schließlich in den zweiten Akt.
Auf nach Osten
Warriv, ein Karawanenführer, zeigt uns den Weg in die Wüstenstadt Lut Gholein. Dort besuchen wir imposante Orte und sammeln schließlich die Einzelteile des mächtigen Horadrim-Stabs ein.

Der Zauberin wurden zahlreiche neue Fähigkeiten spendiert.
Mit dem inzwischen gefundenen Horadrim-Würfel setzen wir den Stab zusammen und stellen währenddessen fest, das Lut Gholein komplett von Monstern eingeschlossen ist. Neben und vor allem auch unter der Stadt in der Kanalisation erledigen wir eine Aufgabe nach der anderen und bald will uns sogar Jerhyn, der Herrscher der Stadt sehen, damit wir ihm helfen.
Im Inneren von Lut Gholein kommt es aber schnell anders. So treffen wir auf den starken Geisterbeschwörer und daraufhin gelangen wir zum Grabmal des Tal Rasha. Der einstige Anführer der Horadrim hatte sich in dem Grab einsperren lassen, nachdem er Baal (gebannt in einem Seelenstein) in seine Brust aufgenommen hatte. Baal jedoch war stärker und versklavte ihn. Hier stellt sich uns Duriel in den Weg, erneut einer der Vier Niederen. Er bewacht das Grab und wieder ist der Kampf nicht leicht, doch wir obsiegen und als Dank macht uns Tyrael höchstselbst den Weg nach Lut Gholein frei.

Harte Brocken wie dieser machen einem das Leben nicht gerade einfacher.
Wir marschieren zurück, nur um schließlich für den dritten Akt weiter nach Osten zu wandern; nächster Halt: Kurast. Dort befindet sich der zweite Bruder Diablos, Mephisto, der Herr des Hasses. Eigentlich sollte der Hohe Rat von Zakarum über Mephistos endgültige Ruhe wachen, doch konnte auch dieser dem Bösen nicht für immer trotzen.
Nach mehreren kleinen und größeren Abenteuern gilt es schließlich das Artefakt des Khalim mit dem Horadrim-Würfel zusammenzusetzen und damit die mächtige Kugel der Finsternis zu zerschlagen. Außerdem muss der einstige Hohen Rat beseitigt werden.
Ihr ahnt es schon: Zum Abschluss unserer Zeit im Dschungel wartet der wieder erstarkte Mephisto auf uns, dem wir in einem ehrgeizigen Kampf den Garaus machen.

Tränke werden in Diablo 3 unwichtiger. Mana und Lebensenergie wird in Form von blauen und roten Kugeln von besiegten Gegnern zurückgelassen.
In die Hölle selbst Die Festung des Wahnsinns ist ein Außenposten vor der Hölle und unser Startpunkt in Akt vier. Deckard Cain und Tyrael stehen hier an unserer Seite, um die Seelensteine zu vernichten, drei Prüfungen zu bestehen und die fünf Siegel zu brechen, so dass wir endlich Diablo persönlich gegenübertreten können – also in die innerste Hölle gelangen.
Die Fronten verhärten sich schließlich im Sanktuarium des Chaos. Hier entscheidet sich das Schicksal und Diablo wird endlich geschlagen. Baal, der Herr der Zerstörung, ist der letzte, der nun noch auf unserer Liste steht. Er hat sich inzwischen auf den heiligen Berg Arreat begeben und droht in der Erweiterung "Lord of Destruction" die Stadt Harrogath zu überrennen. Baal will dort den Weltenstein verderben, um die Grenze zwischen den Dimensionen zu öffnen und die Hölle endgültig auf die Sterblichen loszulassen.
Das letzte Bollwerk zum Weltenstein scheint zu fallen, doch kann unser Held die Belagerung Baals durchbrechen und stellt sich ihm in den Weg. Doch der Weltenstein ist schon zu sehr vergiftet worden und so zerstört Tyrael ihn, trotz aller Bedenken und möglichen Folgen.

Das sieht Greenpeace aber nicht gerne: In Diablo 3 kämpft Ihr auch gegen wandelnde Bäume.
Das Rad des Schicksals dreht sich weiter
Zwei Jahrzehnte sind vergangen, seit die dämonischen Bewohner Diablo, Mephisto und Baal die Welt Sanktuario in einem Zug der Zerstörung durchstreiften, um die Menschheit der unheiligen Sklaverei zu unterwerfen. Wer diese Stellvertreter des Bösen jedoch selbst bekämpft hat, dessen Erinnerung schwindet nur langsam und die Wunden der Seele brennen noch immer.
Als Deckard Cain zu den Ruinen der Kathedrale von Tristram zurückkehrt, um nach neuen Anzeichen des Bösen zu suchen, stürzt ein Komet vom Himmel herab und schlägt genau dort ein, wo einst Diablo die Welt betrat. Der Komet birgt ein finsteres Omen in seinem feurigen Wesen und fordert die Helden Sanktuarios auf, die sterbliche Welt gegen die sich erhebenden Mächte der Brennenden Höllen zu verteidigen.