Multiplayer
Mit StarCraft II veröffentlicht Blizzard im Sommer 2010 das überarbeitete Battle.net, welches auch bei Diablo III zum Einsatz kommen wird. Die Online-Spieleplattform wird vor allem für den Mehrspieler-Aspekt eine wichtige Rolle spielen, da hier jeder Spieler, der mit oder gegen andere Kämpfer antreten möchte, einen eigenen Account benötigt, auf den das Spiel registriert wird. Bei Bedarf kann der Spieler selbst während der Solo-Kampagne online im Battle.net eingeloggt sein und erhält damit Zugriff auf die Community-Features des Netzwerks. Außerdem wird das Profil des Spielers online laufend aktualisiert und Spielstände können auf den Servern gespeichert werden.
Die Anbindung an das Battle.net wird für den Mehrspieler-Modus eine notwendige Voraussetzung sein, da es im Gegensatz zum Vorgänger bei Diablo III sicherlich keinen LAN-Modus mehr geben wird. Stattdessen stützen sich alle Mehrspieler-Aktivitäten wie bei StarCraft II auf Blizzards Spiele-Plattform, was bedeutet, dass Spieler auch auf LAN-Partys mit dem Internet verbunden sein müssen. Neben der Förderung des Community-Aspekts birgt die Online-Pflicht eine größere Sicherheit vor Cheat-Missbrauch und stellt gleichzeitig einen wirksamen Kopierschutz dar. Der Entwickler betonte in der Vergangenheit häufig, dass sich sowohl Off- als auch Online-Modus nahtlos aneinander fügen werden. So soll es beispielsweise möglich sein, zu jedem Zeitpunkt einen Freund in ein bereits laufendes Spiel einzuladen.
In Bezug auf die grundsätzlichen Spielmodi wird sich Diablo III sicherlich auf die Stärken des zweiten Teils der Serie berufen. Noch ist zwar unklar, ob es wieder einen “richtigen“ PvP-Modus geben wird, in dem sich die Spieler gegenseitig bekämpfen können. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass es Regionen in Diablo III geben wird, in welchen sich Spieler miteinander messen dürfen. Da keine persistente Welt wie bei vielen Online-Rollenspielen existiert, könnten derartige Aktionen stattdessen auf ausgewiesene Arenen oder besondere Turniere begrenzt sein. Sicher ist, dass Spieler wie im Vorgänger eine Gruppe bilden und kooperativ Monster erlegen können. Die Zahl der Mitglieder in einem Team ist aktuell auf maximal vier begrenzt, da Blizzard fürchtet, dass die Gruppe ab einer gewissen Größe nicht mehr sinnvoll miteinander agieren. Ein fixer Wert liegt diesbezüglich jedoch nicht vor, so dass möglicherweise der Gesamtzahl der Klassen entsprechend auch fünf Personen in einer Gruppe spielen können. Bestätigt wurde darüber hinaus ein “Hardcore“-Modus, wie er aus Diablo II bekannt ist. Wessen Charakter in diesem Modus stirbt, wird nicht mehr wiederbelebt, stattdessen muss eine neue Karriere begonnen werden. Dafür fallen so genannte Player-Killer im dritten Teil weg, weil sich der Spieler auf seine Fähigkeiten konzentrieren soll, statt gegen andere Spieler zu kämpfen.
Anders als im Vorgänger wird der Loot, also die von gefallenen Gegnern liegengelassene Beute, in Diablo III auch nicht mehr von allen aufgenommen werden können. Stattdessen wird die Beute zugewiesen, damit sie niemand stehlen kann. Unklar ist, wie das neue Handelssystem in Diablo III aussehen wird. Die Ankündigung, das Handeln unter den Spielern zu vereinfachen, lässt Spekulationen in Richtung eines integrierten Marktplatzes zu. Bestätigt wird dies durch Pläne, bestimmte Premium-Inhalte im Battle.net gegen Geld anzubieten. Möglicherweise könnten Gegenstände also in einem Shop für reales Geld erworben werden. Die reine Nutzung des Battle.net wird - obwohl Blizzard in anderen Ländern aktuell mit einen Bezahlsystem für StarCraft II experimentiert - voraussichtlich kostenfrei sein. Darunter fallen auch die Community-Features der Online-Plattform wie Text- und Voice-Chat.
















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Diablo 3