Fähigkeiten / Skills
Nach der unübersichtlichen Anzeige aller Fähigkeiten in drei Skilltrees, erwogen die Entwickler ein System mit Tabs, doch überarbeiteten sie auch diese Skill-Anzeige noch zweimal. Dem jetzigen Stand nach wird es dem Spieler in einem Listensystem möglich sein, sieben aktive Skills zu besitzen.
In der aktuellen Version von der BlizzCon 2010 können Spieler links alle sieben gewählten Skills sehen. Auf diese Weise wird der gesamte Charakter-Build an einer einzigen Stelle dargestellt. Auf der rechten Seite werden alle möglichen Aspekte übersichtlich und simultan gelistet, so dass ein Blick genügen soll, um jede Information zu finden. Bei einem Stufenaufstieg können dadurch direkt entweder Punkte auf bekannte Skills vergeben oder neue gelernt werden. Anfangs wird jede gewählte Fähigkeit übrigens mit fünf Punkten ausgestattet sein. Dieses Gesamtsystem soll die Planung und die Respec, also die Neuverteilung von Aufwertungen, von Builds erleichtern.
Charaktereigenschaften / Traits
Im Tab rechts neben den Fähigkeiten hat der Spieler Zugriff auf die Charaktereigenschaften (Traits). Im Grunde genommen entsprechen Traits den passiven Fähigkeiten eines Charakters. Spieler werden sich bei der Punktevergabe nicht mehr zwischen aktiven oder passiven Skills entscheiden müssen, da Traits auf einem eigenen Vergabesystem basieren. Aktuell erhält jeder Charakter bei einem bestimmten Levelaufstieg eine für Traits verwendbare Steigerung. Dadurch sollen Kernelemente des Charakters und basale Änderungen im Gameplay der Klasse vorgenommen werden können. Um diesem System mehr Gewicht zu verleihen, will Blizzard auf kleinere Änderungen (beispielsweise +1 Prozentpunkt auf einen Aspekt) verzichten und stattdessen große Schritte im 25 bis 100 Prozent-Bereich gehen.
Als Beispiel nennt Game Director Jay Wilson die Möglichkeit, einen Barbar durch Traits deutlich stärker zu machen oder einen Zauberer besser auf Elementar-Magie zu fokussieren. Außerdem sollen Traits immer ein wenig Hintergrundgeschichte zur Welt oder eurem Charakter erzählen. Neben einzigartigen Traits, die nur eine bestimmte Klasse besitzt, wird es auch universelle geben. Auf diese Art und Weise sollen vor allem unterschiedliche Charakter-Individualisierungen gefördert werden. Jede Klasse besitzt aktuell übrigens rund 30 Traits, in die jeweils ein bis fünf Punkte zur Steigerung investiert werden können. Das System ist aber noch nicht final. Aktuell wird sowohl an der Nutzeroberfläche wie der Häufigkeit des Aufstiegs gearbeitet.
Runensystem
In Diablo III wird es wieder die beliebten Runen aus dem Vorgänger geben. Diese haben jedoch eine gänzlich andere Funktion: Sie werden nicht mehr für gesockelte Gegenstände und kombinatorische Runenwörter genutzt, sondern modifizieren unterschiedliche Aspekte einer Fähigkeit. Seit langem feilt Entwickler Blizzard an dem neuen Runensystem, dass die Flexibilität der Spielmechanik noch einmal deutlich erhöhen wird. Zwischenzeitlich wurden einige Details überarbeitet oder verworfen.

Skillrunen werden genau wie Edelsteine fallen gelassen, doch beeinflussen sie nicht eure Gegenstände, sondern eure Fähigkeiten. Neben den Charaktereigenschaften und Zaubern zählen die Runen als weitere, umfangreiche Möglichkeit, einen Charakter zu individualisieren. Abgesehen von der eigentlichen Wirkung auf die Fähigkeiten haben die Skillrunen außerdem Einfluss auf ihre Optik, so dass unterschiedliche Skillrunen einen Zauber-Angriff beispielsweise jeweils individuell aussehen lassen. Mathematisch ergeben sich laut Julian Love, Lead Technical Artist für Diablo III, allein aus der Nutzung der verschiedenen Skillrunen (ohne Gegenstände, Zauber etc.) aktuell 96.886.969.344 Möglichkeiten eines Charakter-Builds pro Klasse. Derzeit existieren fünf Runen: Die rote (Crimson), die blaue (Indigo), die schwarze (Obsidian), die goldene (Golden) und die weiße (Alabaster).
Jede Rune wird insgesamt sieben Ränge besitzen: Rang eins bis drei (Stein) im Schwierigkeitsgrad “Normal“, vier bis fünf (Silber) auf “Alptraum“ und sechs und sieben (Gold) auf “Hölle“. Die klassische, nicht per Rune modifizierte Feuer-Hydra des Zauberers wird durch eine Crimson-Rune beispielsweise zur Frost-Hydra, die Gegner Kälteschaden beibringt. Die Indigo-Rune macht daraus eine Blitz-Hydra, die Alabaster-Rune eine Arcan-Hydra, die Obsidian-Rune eine Säure-Hydra und die Goldene Rune lässt schließlich Hydras mit Feuerwänden entstehen.

















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Diablo 3