
Jay Wilson, der führende Kopf hinter Diablo III, hat das Entwicklungsteam des Action-Rollenspiels nach sieben Jahren Mitarbeit verlassen und will sich in Zukunft einem neuen Projekt bei Blizzard zuwenden. In einem öffentlichen Post in den Battle.net-Foren erklärte der bisherige Game Director, er habe aus kreativer Sicht einen Punkt erreicht, an dem er nach etwas Neuem suche. „Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht und ich habe sie nicht leichtsinnig getroffen, doch sie fühlt sich wirklich richtig an.“. Blizzard sei so „liebenswürdig“ gewesen, ihm diesen Schritt zu ermöglichen. Der Weggang Wilsons wird seiner Aussage zufolge keinen Einfluss auf den fortwährenden Support für Diablo III besitzen. Wer künftig seinen Platz einnehmen wird, ist unklar.
„Das Spiel wurde nicht von einer Person gemacht, ganz im Gegenteil“, so Wilson. „Und das Team, das seine Leidenschaft und sein beträchtliches Können hineingesteckt hat, geht nirgendwo hin. Wir haben reichlich Pläne für die Zukunft und diese Pläne werden wie geplant fortgesetzt. Außerdem werde ich das Team auch nicht im Stich lassen und für sie während der Übergangsphase zur Verfügung stehen, während wir entscheiden, wer die Pflichten als Game Director übernehmen wird.“ Womöglich werde die Stelle sogar ausgeschrieben, da man jedem die Chance geben und den bestmöglichen Ersatz finden wolle. „Ich übergebe Diablo III in gute Hände und mein Weggang wird den Fortschritt des Spiels nicht gefährden, weil wir mit dem, was wir tun, weitermachen: Zuhören, Spielen und Verbessern.“
„Ich bin stolz auf Diablo und werde die Community, die sich darum angesiedelt hat, vermissen – trotz der Differenzen, die wir zwischendurch hatten“, so Wilson in seinem Beitrag weiter. „Ich denke, ich habe einige Fehler beim Umgang mit dieser Beziehung gemacht, allerdings war es immer meine Intention, eine großartige Spielerfahrung abzuliefern und so offen und aufgeschlossen wie möglich zu sein, während ich immer an der Vision, die das Diablo-Team von dem Spiel hatte, festgehalten habe.“ Man sei eben nicht perfekt und habe bei der Veröffentlichung von Diablo III Fehler gemacht, versuche aber, das Spiel zu optimieren. „Darauf könnt ihr euch bei Blizzard immer verlassen: Wir stehen für unsere Spiele ein und geben alles, um sie kontinuierlich über die Zeit zu verbessern.“
Abschließend findet Wilson die obligatorischen freundlichen Worte für die Community des kalifornischen Entwicklers. „Ihr seid die leidenschaftlichste, engagierteste Gruppe von Gamern, die sich ein Designer nur wünschen kann. Ich wünsche euch alles Gute und möchte euch dafür danken, dass ihr mir diese wunderbare Erfahrung ermöglicht habt. Haltet eure Äxte scharf, eure Zauberbücher bereit und diesen schlauen Teufel in Schach.“